Kandos musikalischer Werdegang begann bereits um das Jahr 2000 herum. Inspiriert durch OutKast und den Wu-Tang Clan fing der gebürtige Hamburger an, eigene Songs zu komponieren und Texte zu schreiben – auf Englisch, da er sich mit deutschsprachiger Rap-Musik überhaupt nicht identifizieren konnte. Von der ersten Zeile an thematisierten seine Songs sein Leben, seine Gedanken, seine Lebensphilosophie. Ehrgeizig und wissbegierig erlernte Kando den Umgang mit diversen Musikprogrammen und investierte in immer teurere Hardware, um immer das Beste aus seiner Kreativität herauszuholen. Im stillen Kämmerlein produzierte er in Eigenregie etliche Songs, die er lange Zeit für sich behielt, um sie bis ins kleinste Detail zu perfektionieren.

Erst satte drei Jahre später hielt Chrizzo das erste Mal das Mic in der Hand. Durch einen Diss-Track provoziert nahm er seinen ersten Song auf und erkannte, wie befreiend es sein kann, seinen Gefühlen auf musikalischem Weg Ausdruck zu verleihen. Fixiert auf den lyrischen Aspekt der Musik begann er, Texte zu schreiben, die von zynischem Humor und autobiographischen Geschichten geprägt waren. Jeder Beat, den er in die Finger bekam, wurde kurzerhand zur Hintergrundmusik seiner Geschichten, stets mit dem Ansporn, sowohl handwerklich als auch inhaltlich zu punkten. Sein loses Mundwerk half ihm, sich in einigen Battles zu behaupten und machte die Frankfurter Rap-Formation Noble Minds auf ihn aufmerksam, die ihn mit offenen Armen empfing.

Mit Chrizzo und Kando trafen zwei Künstler aufeinander, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Trotzdem – oder gerade deswegen – ergänzen sich die beiden zu einem schlagkräftigen Gespann. Gegenseitige Inspiration spornt beide Musiker stets an, sich weiterzuentwickeln. Mit der Zeit entschied sich Kando, seine Texte ebenfalls auf Deutsch zu schreiben. Während er seine Fähigkeiten als Produzent weiterentwickelte und schließlich sein eigenes Studio beziehen konnte, sorgte Chrizzo durch sein erstes Musikvideo und diverse Zusammenarbeiten mit den Noble Minds und dem einstigen Rivalen Courtmasta deutschlandweit für Aufsehen. Die Namen Chrizzo und Kando stehen für aufbrausende Emotionen und nachdenkliche Selbstreflektion – aber vor allem für eines: Musik aus dem Leben.